Stadtumbau: Sonderprogramm für Klein- und Mittelstädte

Lübbenau, Rückbau eines Plattenbaus © MIL

Bevölkerungsrückgang und steigender Wohnungsleerstand sind Auswirkungen des demografischen Wandels, von denen Brandenburgs Klein- und Mittelstädte besonders stark betroffen sind. Das Land bietet Unterstützung in Form einer Sonderförderung an und stellt für den Rückbau leer stehender Wohnungen in 2014 bis zu acht Millionen Euro zur Verfügung.

Bauminister Vogelsänger stellte das Sonderprogramm, mit dem bis zu 2.000 leer stehende Wohnungen zurückgebaut werden können, Bürgermeistern und Amtsdirektoren aus Klein- und Mittelstädten sowie Vertretern aus Kommunen, die im Rahmen des Stadtumbaus II gefördert werden, vor.

Als Auswahlkriterien gelten:

  • eine Größe bis 20.000 Einwohner und ein Bestand von mindestens 500   Wohnungen    in Montagebauweise
  • der Nachweis einer bereits geförderten oder abgeschlossenen      Städtebauförderung
  • der Rückbau von mindestens 100 Wohneinheiten

Ausgeschlossen werden Städte, die bereits im Stadtumbau-Ost-Programm gefördert wurden.

Anträge können bis zum 30. Oktober 2013 eingereicht werden. Die Auswahl der Projekte soll Mitte 2014 feststehen. Die geförderten Projekte müssen bis 2018 abgeschlossen sein. Über eine Bindungsfrist von 25 Jahren dürfen auf der Rückbaufläche keine neuen Wohnungen entstehen. Der Leerstand muss nachgewiesen werden. Sofern einzelne Wohnungen belegt sind, muss die Zustimmung der Mieter eingeholt werden.

Die Sonderförderung für kleine und mittlere Städte wird nur für das Förderjahr 2014 angeboten, da ab 2016 wegen des erwarteten „demografischen Echos“ in der Brandenburger Bevölkerungsentwicklung wieder mit einem Mehrbedarf für den Wohnungsrückbau in größeren Städten gerechnet werden muss.

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