Bahnhof Königs Wusterhausen komplett umgebaut

Bahnhof ist jetzt Tor zur Stadt

Bahnhof KWH Zugangstreppe Ostseite Zugangstreppe Ostseite © Agentur BahnStadt

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider weihte am 12.12.2014 das komplett umgestaltete Bahnhofsumfeld in Königs Wusterhausen ein. Damit ist das sehr komplexe Bauvorhaben "Bahnhof Königs Wusterhausen" abgeschlossen. Fast 12,5 Millionen Euro wurden investiert. Das Land förderte das große Projekt mit 4 Millionen Euro. Davon profitieren über 13.000 Ein- und Aussteiger täglich.

Der Bahnhof liegt an den Bahnstrecken Berlin–Cottbus und Königs Wusterhausen–Beeskow–Frankfurt (O.) mit stündlicher Direktverbindung in die Landeshauptstadt. Auf Grund der günstigen Lage hat der Standort als Umsteigebahnhof  im Bereich des zukünftigen Hauptstadtflughafen BER eine hohe strukturpolitische Bedeutung.

Seit mehreren Jahren wird das Bahnhofsumfeld in Königs Wusterhausen immer attraktiver gestaltet.

Ziele des Umbaus waren:

  • barrierefreie Gestaltung der Verkehrsanlagen und Zugänge,
  • bessere Einbindung des Bahnhofs in das gesamtstädtische Gefüge,
  • die Schaffung eines Witterungsschutzes für Fahrgäste,
  • Optimierung der Verkehrsabläufe, damit das Umsteigen vom Auto auf Bahn und Bus erleichtert wird und die
  • direkte Erreichbarkeit der auf der Ostseite neu entstehenden Anlagen (ZOB,P+R und B+R)

Inbetriebnahme am 12.12.2014

Bahnhof KWH FussgängerunterführungFußgängerunterführung © Agentur BahnStadtHöhepunkt ist die Fertigstellung der neuen barrierefreien Personenunterführung, die durch eine architektonisch ansprechende Gestaltung aufgewertet wurde. Der Bahnsteigtunnel wurde entsprechend verbreitert und bis zur Ostseite des Bahnhofs verlängert.

Im Rahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung wurde ein überdachtes Zugangsbauwerk mit Treppen und Rampen sowie die Gestaltung des Vorplatzes auf der Ostseite und die Überdachung des Tunnelzugangs Westseite abgenommen.

Inbetriebnahme bereits am 20.12.2013

Zu den bereits seit einem Jahr abgeschlossene Maßnahmen am Bahnhof Königs Wusterhausen gehören

  • Neubau einer B&R-Anlage (bike and ride) mit 168 überdachten Fahrradstellplätzen,
  • Neubau einer P&R-Anlage (park and ride) mit 90 Stellplätzen für Kfz
  • und eines Busbahnhofes mit kurzen Wegen zur S- und Regionalbahn

Für Komfort der Fahrgäste sorgt ein Pavillion mit Wartebereich und Imbissangebot. Die große Zahl der Fahrgäste zeigt, dass diese Investition gut angelegtes Geld ist.

Da das Fahrrad als „Zubringer“ zum Bahnhof von Fahrgästen immer stärker genutzt wird, sind weitere Fahrradparkplätze in Planung.

Mit der Tunnelverlängerung und der Errichtung der Zugangsbauwerke wurde eine direkte durchgehende, fußläufige und barrierefreie Verbindung zwischen der Ost- und Westseite der Bahnanlagen und den Bahnsteigen in unmittelbarer Nähe des Bahnhofsgebäudes geschaffen.

Die barrierefrei gestalteten Bauwerke sind für alle Fahrgastgruppen und für Fußgänger und Radfahrer im innerstädtischen Verkehr eine Verbesserung der bestehenden Situation - insbesondere eine Erleichterung für mobilitätseingeschränkte Personen – bei gleichzeitiger Erweiterung des zentralen östlichen Versorgungsbereichs der Stadt.

Anlage

Bahnhöfe als Visitenkarten der Städte und Gemeinden haben eine große verkehrliche und städtebauliche Bedeutung. Das MIL gibt deshalb mit der Broschüre „Bahnhof und Stadt“ einen „Planungsleitfaden“ heraus, in deren Mittelpunkt die Gestaltung von Bahnhofsumfeldern steht.