Großbeeren feiert 20 Jahre Logistikknoten

Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren hat sich zu einem der stärksten Logistikgewerbegebiete entwickelt

GVZ Großbeeren © IPG

Die Güterverkehrszentren in Brandenburg sind eine Erfolgsgeschichte. Der städtische Knoten Berlin gehört zu den bedeutendsten Logistikregionen Europas. Hier treffen sich drei transeuropäische Verkehrskorridore.

Das GVZ Großbeeren ragt besonders heraus: Es ist der größte und entwicklungsstärkste Logistikknoten der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Bis heute haben 80 angesiedelte Unternehmen im GVZ 6.700 Arbeitsplätze auf 220 Hektar Gesamtansiedlungsfläche geschaffen. Das bedeutet: 82 % der Flächen sind vermarktet. Insgesamt sind 630 Millionen Euro in das Projekt geflossen, wobei alleine 500 Millionen durch Unternehmen investiert wurden. Und die Nachfrage ist immer noch groß, so dass in absehbarer Zeit alle Flächen vermarktet sein werden. Namhafte Logistikdienstleister wie Rhenus, DB Schenker, Rieck Holding, Deutsche Post/ DHL, GEFCO Deutschland, Emons Spedition, Fiege Logistik sowie einige Supermarktketten haben sich mit ihren regionalen Logistik-Lagern hier angesiedelt. Neben der Versorgung Berlins und der angrenzenden Regionen rückt dabei schon seit einigen Jahren der Onlinehandel in den Fokus der Flächenentwicklung.

Der leistungsstarke Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr Straße – Schiene, bietet tägliche Ganzzugverbindungen zu den deutschen Seehäfen und nach Russland/ Asien. Er wird durch die DUSS mbH betrieben. In den letzten Jahren haben sich ebenfalls wöchentliche Containerzüge aus Nordrhein-Westfalen und aus Bremen mit Bierprodukten etabliert.

Die Verkehrsinfrastruktur ist exzellent: Es gibt zwei Anbindungen an die vierspurige B 101 und damit an die A 10, eine leistungsfähige Straße zur Landeshauptstadt Potsdam und an den Flughafen Berlin-Schönefeld. Weiterhin einen Anschluss an die Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn nach Halle/Leipzig und München und dem Berliner Außenring, komplettiert mit einem öffentlichen internen Gleisnetz.

Das GVZ Berlin Süd Großbeeren hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren kontinuierlich zu einem der leistungsstärksten Logistik-Gewerbegebiete Deutschlands entwickelt. Die Deutsche GVZ Gesellschaft (DGG) hat in einem aufwendigen Verfahren, in dem viele qualitative und quantitative Parameter bewertet wurden, Großbeeren im nationalen Ranking den 3. Platz bestätigt. Zweimal Platz 3 im nationalen Ranking (2007 und 2012) der Güterverkehrszentren (GVZ), Top Ten Platzierung im europäischen GVZ Ranking 2010, Platz 5 im bundesweiten Ranking aller Logistikgewerbegebiete im Mai 2015, Pilot „Green GVZ“ in Deutschland, Sonderpreis der Wirtschaft Teltow Fläming 2015 und im gerade erschienenen aktuellen europäischen DGG-Ranking der GVZ auf Rang 4 verbessert - kaum ein anderer Gewerbestandort in Deutschland und auch in Europa kann innerhalb von 20 Jahren nach dem ersten Spatenstich solch eine Erfolgsgeschichte aufweisen.

Pünktlich zu diesem Jubiläum wurde die bisher größte Einzelinvestition im GVZ eine 42.000 m² große Logistikhalle der Firma LIDL fertiggestellt.

Die Gemeinde Großbeeren und ihr Partner IPG arbeiten an einem Konzept, wie das Logistikgebiet auch künftig eine führende Funktion bei der Weiterentwicklung der GVZ einnehmen kann. Deshalb rückt als aktuelles Projekt die Realisierung eines Service-Centers für das GVZ Großbeeren in den Fokus. Hierfür wird zurzeit die Modernisierung des alten Bahnhofsgebäudes vorbereitet. In dem Gebäude soll es perspektivisch eine Mobilitätszentrale, ein Green Logistics Projektbüro, Räume für Konferenzen und Veranstaltungen sowie Mietbüros und Übernachtungsmöglichkeiten geben.

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GVZ Großbeeren OriginalfotoNeues Fenster: Bild vergrößernDas Umschlagterminal für den Kombinierten Verkehr Straße/ Schiene ist das Herzstück des GVZ Großbeeren.( © IPG

GVZ Großbeeren OriginalfotoNeues Fenster: Bild vergrößernDas GVZ Großbeeren prägt die Wirtschaftslandschaft im Landkreis Teltow-Fläming © IPG

GVZ GroßbeerenNeues Fenster: Bild vergrößernService- und Mobilitätszentrale, Auszug aus der Entwurfsplanung Quelle: IPG