Steigerung der Asphalteinbauqualität

Asphalteinbau © Schultz, Cornelia

Die brandenburgische Straßenbauverwaltung hatte sich am Bundes-Forschungsprojekt „Prozesssicherer Automatisierter Straßenbau (PAST)“ mit dem Bau einer Erprobungsstrecke beteiligt. Ziel des Projektes war es, Schwachstellen im Bauprozess von Asphaltstraßen zu identifizieren und zu minimieren und damit letztlich die Lebensdauer von Asphaltstraßen zu beeinflussen. Im Ergebnis konnten Empfehlungen zur Beseitigung von qualitätsverbessernden Schwachstellen im Einbauprozess herausgearbeitet werden. Insbesondere dem Transportprozess vom Asphaltmischwerk zum Einbauort wird zunehmend mehr Beachtung geschenkt.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat in seinem Rundschreiben vom 13.12.2016 die aktuellen Maßnahmen zur Steigerung der Asphalteinbauqualität bei Baumaßnahmen des Bundes definiert. Diese gelten auch für Landesstraßen. Ab dem Jahr 2015 sollen die Transportfahrzeuge über eine thermische Isolierung der Transportmulden verfügen. Außerdem werden die Einsatzgrenzen von Mischgutübergabegeräten (Beschickern) erweitert. Für die vertragliche Umsetzung werden Hinweise gegeben.

Seit 2015 gibt der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) bei der Ausschreibung zur Beschaffung der Bauleistungen für Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen diese Anforderungen als Standard vor. In einer Übergangsphase zur Erfahrungssammlung erfolgten die Ausschreibungen zunächst für Asphaltflächen zwischen 18.000 m2 und 60.000 m2.

Seit Januar 2017 ist die zweite Stufe gestartet, die Regelungen gelten für alle Flächen ab 18.000 m2. Ab 2019 unterliegen alle herzustellenden Asphaltflächen den Anforderungen.

Seit 2015 hat der LS viele Bauprojekte unter Anwendung dieser Maßnahmen durchgeführt und positive Erfahrungen gesammelt.

Erfahrungen:

  • Der Einbauprozess von Asphaltschichten hat sich deutlich verbessert.
  • Die benötigten Fahrzeuge mit Thermoisolierung und Beschicker sind im Land Brandenburg verfügbar.
  • Sofern der Asphalteinbau unter Verwendung eines Beschickers ausgeschrieben wird, kommt dieser zum Einsatz. Die Ebenheit der Oberfläche kann damit noch gleichmäßiger erreicht werden.
  • Die Forderung nach einem Einbau- und Logistikkonzept wird begrüßt, wenngleich Form und Umfang noch sehr heterogen sind.

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Damit auch andere Straßenbaulastträger von den positiven Entwicklungen profitieren können, hat der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg die Informationen im Internet zur Verfügung gestellt.