Die neuen Regeln für den Arbeitsschutz

Arbeitssicherheit auf der Baustelle

Baustelle © Schultz

Ein wichtiger Aspekt ist die Arbeitssicherheit der Beschäftigten auf der Baustelle. Zum Schutz der Beschäftigten wurden Ende 2013 mit der Arbeitsstättenregel (ASR) A 5.2 „Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr – Straßenbaustellen“ die Anforderungen an Sicherheitsabstände, Arbeitsraumbreiten und Sicherungsmaßnahmen im Baustellenbereich präzisiert.

Eine wesentliche Änderung zu den bisherigen Regelungen ist dabei die Vergrößerung des Arbeitsbereiches für den Arbeitnehmer neben etwaigen Maschinen von 50 cm auf 80 cm und die geschwindigkeitsabhängige Definition des Sicherheitsraumes. Bei Erhaltungsmaßnahmen z. B. bei der Asphaltdeckenfertigung muss bei üblichen Geschwindigkeitsbeschränkungen von 80 km/h in Baustellen auf Autobahnen eine Erhöhung des Sicherheitsraumes gewährleistet werden. Bei Einhaltung der ASR auf Autobahnen bedeutet dies, dass das halbseitige Bauen einer Richtungsfahrbahn bei den vorhandenen Straßenbreiten nicht mehr möglich sein wird. Auch auf Bundes- und Landesstraßen wird die neue Arbeitsstättenrichtlinie erhebliche Auswirkungen haben, so dass deutlich öfter als bisher das Bauen unter Vollsperrung der Regelfall sein wird.

Als Auftraggeber sorgt die Straßenbauverwaltung des Landes Brandenburg dafür, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden können, dass von ihnen keine Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten sowie der Verkehrsteilnehmer ausgehen. Den Stand der Technik hat der Landesbetrieb Straßenwesen bei der Gestaltung der Verkehrsführung während der Bauzeit zu beachten, damit die Bauarbeiten sicher, schnell und wirtschaftlich ausgeführt werden können.