Aus altem Konsum wurden Wohnungen

Frontansicht Poststraße © MIL

Mit der Sanierung des ehemaligen Konsums für Lederwaren wurde nicht nur ein städtebaulicher Missstand und damit Leerstand beseitigt, sondern die GWV hat ebenso erneut zur Verschönerung des historischen Stadtkerns der alten Tuchmacherstadt beigetragen und Wohnraum für günstige Mieten trotz begehrter Lage geschaffen.

All dies trägt sowohl zum Attraktivitätsgewinn als auch zur Belebung der Innenstadt bei. Das ist besonders im metropolenfernen Raum von äußerster Wichtigkeit. Denn nur attraktive, zukunftsfähige Städte können einer Abwanderung entgegenwirken.

In dem um 1880 erbauten Geschäftsgebäude entstanden acht 2- und 4-Raumwohnungen, von denen zwei rollstuhlgerecht gestaltet sind. Vier Wohnungen lassen sich durch variable Grundrisslösungen an sich ändernde Lebensumstände anpassen, wie zum Beispiel durch Teilung oder Zusammenlegung.

Rückseite Poststraße © GWV Wittstock neu gestalteter Hausflur © GWV Wittstock Durch die Installation einer Thermosolaranlage, einer Fußbodenheizung und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wurde die Sanierung energetisch vervollständigt. Damit ist das Projekt ein Positivbeispiel für zukunftsweisende Bestandsentwicklung und wird zurecht mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Die Gesamtbaukosten betrugen rd. 1,5 Mio. Euro. Davon wurden knapp 531 TEuro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ als Spitzenfinanzierung beigesteuert.

Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. vergibt mehrmals im Jahr das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ an beispielhafte, nachahmenswerte Projekte. Schirmherrin ist Ministerin Kathrin Schneider.