Einstige Superintendentur ist Denkmal des Monats März

sanierte ehemalige Superintendentur © MIL

Vor dem letzten großen Stadtbrand erbaut, war das Fachwerkhaus Wohnung und Dienstsitz des Wusterhausener Pfarrers bzw. Superintendenten. Dessen Aufgabe war es, sich um die Kirchen und Gemeinden in der Region zu kümmern und für die Durchsetzung der evangelischen Kirchenordnung zu sorgen. Denn schon in den 1540er Jahren schloss sich Wusterhausen der Reformation an.

Jetzt befindet sich in den Räumlichkeiten neben einer kleinen Kaffeestube die historische Pfarrbibliothek mit einem gut erhaltenen und für eine Kleinstadt wie Wusterhausen ungewöhnlichen Buchbestand aus dem 16. Jahrhundert. Hier lässt sich die regionale Reformationsgeschichte gut nachvollziehen. Ein kleines, wertvolles kirchenhistorisches Kleinod.

Pfarrhaus vor der Sanierung © Alexander Bothe Die Sanierung des stadtbildprägenden Gebäudes beinhaltete die denkmalschutzgerechte Umgestaltung des Wohnraums, des Giebels sowie die bauzeitliche Farbgebung.

Insgesamt wurden für die Sanierung über 257.000,00 Euro Fördermittel aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz eingesetzt.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.