Altlandsberger Stadtkirche ist Denkmal des Monats Juni

Stadtkirche St. Marien Altlandsberg © MIL

Die um 1250 erbaute – und damit frühgotische – Feldsteinbasilika ist insofern besonders, als dass sie nicht wie üblich zentral und direkt am Marktplatz, sondern etwas weiter nördlich zu finden ist. Sie ist bedeutendstes Zeugnis für Altlandsbergs mittelalterliche Gründung.

Im Laufe der Zeit wurde die Kirche mehrfach umgebaut. Aus der Zeit um 1600 stammt die heute noch vorhandene Kanzel! Das Kupferdach des Turmhelms stammt aus dem Jahr 1983. Spätere Sanierungen entsprachen nicht unbedingt den denkmalpflegerischen Anforderungen. Es galt, dies zu korrigieren und schnell zu handeln, nachdem im Jahr 2000 starke Schäden an der Außenhülle des Kirchturms sichtbar wurden.

Im Sommer 2001 gründete sich der „Freundeskreis zur Rekonstruktion und Nutzung der Stadtkirche Altlandsberg“. Mit hohem Engagement – besonders durch „Ziegelpatenschaften“ – wurden Spenden eingeworben. Einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Sanierung des Kirchturmes und der Hülle des Kirchenschiffes leistete die Stadt Altlandsberg gemeinsam mit dem Bund und dem Land Brandenburg durch die Förderung aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Insgesamt sind in die Sanierung von Turm und Hülle knapp 500.000,00 € aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ geflossen.

Stadtkirche AltlandsbergNeues Fenster: Bild vergrößern © Sanierungsbüro Altlandsberg In diesem Jahr sind weitere rund 80.000,00 € Städtebaufördermittel für die Fußbodenerneuerung, die  Innenwärmedämmung der Fenster und den barrierefreie Zugang vorgesehen.

Den aktiven Mitstreitern des Freundeskreises ist es zu danken, dass die Stadtkirche nicht nur Gläubigen zu Gottesdiensten ihre Türen öffnet. Sie ist mit vielfältigen anspruchsvollen Sommer-Konzerten seit der Jahrtausendwende auch zu einem kulturellen Anziehungspunkt geworden.

Mit der Aktion Denkmal des Monats verschafft die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" dem architektonischen Erbe in Brandenburg mehr Aufmerksamkeit. Die AG hat seit ihrer Gründung 1992 dazu beigetragen, das Bild ihrer Mitgliedstädte positiv zu verändern und die Innenstädte neu zu beleben. Wertvolle Bausubstanz konnte so erhalten werden.