"Stadt für Alle" - Strategie Stadtentwicklung und Wohnen

Cottbuser Altmarkt © MIL

Das MIL definiert mit der Strategie eine sektorenübergreifende Strukturpolitik und beschreibt fachliche Eckpunkte, nennt Herausforderungen und Ziele sowie Maßnahmen, die in dieser Legislaturperiode begonnen bzw. fortgeführt werden.

Die Erarbeitung der Strategie erfolgte eng verzahnt mit der Aufstellung des LEP-HR und der Mobilitätsstrategie. Sie spricht alle Fachpolitiken an und verdeutlicht Handlungsfelder und die Schnittstellen zur kommunalen Ebene. Bei vielen Themen kann das MIL die Kommunen unterstützen, Modellprojekte anstoßen und Hilfestellung beim Wissenstransfer geben. Die eigentlichen Planungsaufgaben und ihre Umsetzung sind jedoch Aufgabe der Kommunen, von Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Für die „Stadt für Alle“ sind regional und kommunal angepasste Lösungen mittels integrierter Konzepte (INSEK)  zu entwickeln.

Fünf Schwerpunkte stehen im Vordergrund:

Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Der RWK-Prozess und die kommunalen INSEK haben hier bereits gute Grundlagen geschaffen. Die Städte müssen diese integrierten Konzepte fortschreiben und hinsichtlich aktueller Themen qualifizieren (Energie, Digitalisierung, etc.), alle Fachpolitiken und alle Planungsebenen  müssen diese Instrumente nutzen.

Infrastrukturangebote zukunftsfähig anpassen 

Hier gibt es keine Standardlösungen, entscheidend sind die unterschiedliche Entwicklungsdynamik und die Potentiale vor Ort. Die Themen Generationsgerechtigkeit, Barrierefreiheit, Inklusion, Nachhaltigkeit und Energiewende stehen dabei im Vordergrund.

Wohnen für Alle unterstützen 

In allen Teilen des Landes bedarf es einer Qualifizierung der Wohnungsbestände (barrierefrei, mehr kleinere Wohnungen, generationsgerechte und energetische Ertüchtigung) und des Erhalts sozialverträglicher Mieten. In angespannten Märkten ist mehr Wohnungsneubau erforderlich.

Mobilität sicherstellen und Erreichbarkeit gewährleisten

Mobilitätssicherung ist eine bedeutende gemeinsame Aufgabe von Bund, Land und lokalen Akteuren. Dazu gehört die horizontale und vertikale Vernetzung der regionalen Akteure. Besonderes Augenmerk gilt auch der Stärkung der Nahmobilität innerhalb der Städte und Quartiere.

Instrumente qualifizieren

Die Instrumente der Stadtentwicklung müssen möglichst flexibel und problemadäquat eingesetzt werden. Nur dann kann auf die unterschiedliche Dynamik der Städte eingegangen werden. Die Förderprogramme und rechtlichen Instrumente werden laufend evaluiert und dem Bedarf angepasst. 

Stadtumbau © MILDie Strategie ist kein abgeschlossenes Arbeitsprogramm, sondern steckt den Rahmen zur Begleitung integrierter Prozesse verschiedener Partner und Interessen ab. Sie ist, genau wie die Städte selbst, permanenten Änderungen von Rahmenbedingungen und Herausforderungen unterworfen. Sie wird regelmäßig zu überprüfen und entsprechend anzupassen sein.